Kauf der Jolle am 04. Dezember 2019
Werft: La Prairie, Frankreich
Typ: Surf
Baujahr: 1974



Dann geht es los:
28. März 2020
Die Jolle liegt im Garten. Erste genauere Bestandsaufnahme. Ergebnis:
- Rumpf weich an den Stellen, wo er auf dem Slipwagen auflag.
- Fock aufgrund UV-Einwirkung spröde.
- Deck ausgeblichen, aber ansonsten ok.
- Kleine Rumpfschäden aufgrund Rammings.
- Schwert schwergängig. Zu dicke Gummi-Lippe.
- Rigg sieht gut aus. Groß und Spi auch.
25. März 2020
Verholen in die „Wert“ (hinterm Carport).
Selbstgebauter Aufliegen mit 16 Tonnen Tragfähigkeit. Ok, vielleicht ein wenig überdimensioniert 😉 .
04. – 05. April 2020
Demontage der Beschläge.
Nur die Fockleitschienen konnten nicht entfernt werden. Die Kontermuttern im Laminat sind nicht mehr fixiert. Beim Losschrauben fiehl eine in den Rumpf. Und tschüss.
Beim Lösen des Holzbalkens am Heck, an dem das Ruder hängt, kam die einlaminierte Kontermutter gleich mit raus. Hier mussten neue Muttern auf ein Metallplättchen geschweisst und neu einlaminiert werden. Zwar unglaublich fummelig, hat am Ende aber hervorragend geklappt.
Die Verbindung Deck zum Rumpf im Bereich des Schwertkasten war auf 40 cm Länge delaminiert.
Die letzten beiden Punkte werden noch viel Aufwand erzeugen.
08. – 14. März 2020
An den Stellen, an denen der Rumpf auf den Stützen des Slipwagens auflag, ist er weich und zeigt Haarrisse.
In diesen Bereichen haben wir das Gelcoat runtergeschliffen und dünnes Glasfasergewebe auflaminiert. Alles mit 2K Epoxy.
Dann gespachtelt, geschliffen, grundiert und zweimal mit 2K Farbe lackiert.
20. März 2020
Grundierung und zweimal Lackierung
27. März 2020
Montage Schwertlippe.
Dafür wurde der Rumpf aus der Werft in den Garten verholt.
Zuerst waren beide Seiten der Lippe leicht überlappend. Damit war der Widerstand für das Schwert aber zu groß. Mit dem Messer wurde die Lippe soweit abgeschnitten, dass sie nicht mehr überlappt.
28. März 2020
Montage Slipwagen.
Die Fläche der Aufleger des Slipwagens war zu klein und hat den Rumpf eingedrückt. Daher wurden die Transportschlaufen des Aufliegers in der Werft nach Fertigstellung des Rumpfs am Slipwagen angebaut.
11. April 2020
Transport zum Hallwieler See. Dort Slipwagen zusammengebaut und Jolle zum (Land-) Liegeplatz verholt.
Dann die Taufe: „Wir taufen Dich auf den Namen….“. Ja, da kam nichts. Wir konnten uns bisher nicht auf den Namen einigen. Daher spontan:
„Wir taufen Dich auf den Namen ‚Schaun mer mal'“. Muss also noch geklärt werden. Bis dahin bleibt es bei dem Arbeitstitel.
Dann der große Moment: Schwimmt sie wirklich??? JAAAAAA!!!!!
Update 20. September 2020: ‚Schaun mer mal‘ kam doch nicht so gut an. YOLO (You Only Live Oncy) wird mit der Jollo zu JOLLO verknüpft. Hurra, das ist es.
22. August 2020
Nach einem tiefen Blick ins Vorschiff wurde der stark mitgenomme Sockel des Mastfusses sichtbar.
Schlecht zu reparieren. Man kommt da kaum dran, ohne ein neues Gelenk in den Unterarm einzubauen. Am Ende wurde ein paar schwere Glasfasermatten mit viel Harz verbaut. Nicht schön, wird aber halten.